Diabetes? Frag die Zuckertante!

Diabetes? Frag die Zuckertante!

Schritt 6 - jetzt beginnt die Behandlung

3 bis 4 Wochen später:  Sie haben nun schon erste Erfahrungen mit Ihren Blutzucker-Werten.

Sie haben ausprobiert, wie verschiedenes Essen wirkt. Vielleicht waren Sie neugierig, wollten etwa wissen wie Bewegung sich auswirkt, und haben nach einem Spaziergang, einem Training Ihren Zucker gemessen.

Interessant, nicht wahr?

Vielleicht waren Sie auch schon beim Augenarzt. Oder Sie haben eine Blutabnahme machen lassen.

Jetzt ist es an der Zeit, sich (wieder) mit Ihrem Arzt zu treffen und mit ihm zu besprechen, wie Ihr Diabetes behandelt werden soll.

pillen fallen aus becherMöglicherweise nehmen Sie ja bereits Tabletten. Sei es, dass Ihr Arzt Ihnen als Erstmaßnahme sofort etwas verschrieben hat, weil der Zucker so hoch war; sei es, dass Sie doch nicht erst seit ganz kurzem Diabetiker sind, sich aber jetzt wirklich drum kümmern wollen.

Wenn Sie nun zu Ihrem Diabetes-Arzt kommen, bringen Sie bereits Ihre Erfahrungen, Ihre Vorstellungen mit. Das ist eine gute Basis für ein Gespräch über die Behandlung.

Sie haben zum Arztbesuch auch Ihr „Zuckerbücherl“, Ihr "Zuckerbüchlein", also Ihre Aufzeichnungen über Ihre Zuckerwerte mitgebracht. Hoffentlich kann sich Ihr Arzt Zeit nehmen, das mit Ihnen durchzugehen!

Für die Behandlung gibt es viele Möglichkeiten - einige kommen anfangs sehr gut nur mit Diät und Bewegung zurecht, manche brauchen eins oder mehrere Medikamente, manche recht schnell Insulin. Wie Medikamente genau wirken, erfahren Sie in unserer „Medikamenten-Suchmaschine“.

Nach dem Therapie-Gespräch haben Sie:    

  • Ziele vereinbart: eins für die nächsten Wochen und Monate,
  • und vielleicht beginnen Sie zu überlegen, wie ein Ziel für die nächsten Jahre aussehen kann
  • was Sie (an Spätschäden z.B..) nicht erleben möchten und
  • was Sie tun wollen um dies möglichst zu verhindern    
  • Sie haben nun genau verstanden, was Sie zur Behandlung Ihres Zuckers tun werden. Und wissen, wie die Medikamente wirken, mit welchen Nebenwirkungen zu rechnen ist, worauf Sie daher achten sollen und warum Sie gerade diese Medikamente/dieses Insulin/diese Empfehlung für Essen und Bewegung bekommen.   
  • Sie haben mit dem Arzt vereinbart, wann und wie Sie sich melden sollen, um über Ihre Erfahrungen mit der Therapie zu berichten - bzw. wie Sie Ihren Arzt erreichen können, wenn es akute Probleme gibt.    
  • Und Sie haben mit Ihrem Arzt besprochen, was Sie tun können, um die Auswirkungen von gelegentlichen Festessen im Rahmen zu halten - Sie sollten bereits jetzt genug Wissen haben um die Therapie an "besondere Umstände" anzupassen.  

Jetzt beginnt Ihr Diabetiker-Leben so richtig, viel Glück beim Ausprobieren und Erfahrungen-Sammeln!

Sicher sind Sie neugierig, was Sie so alles in den nächsten Wochen und Monaten erleben werden... zu Schritt 7

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