Diabetes? Frag die Zuckertante!

Diabetes? Frag die Zuckertante!

Schritt 5 - Untersuchungen

Wenn bei Ihnen Diabetes frisch entdeckt wurde, will Ihr Arzt einige Untersuchungen machen:

stethoskopEine Blutabnahme ist ja sicher schon gemacht worden. Mit allem wichtigen Drum und Dran: Fett-, Leber- und Nierenwerte, eventuell TSH (ein Schilddrüsenwert) und mit dem HbA1c, dem Wert, der Auskunft gibt, wie hoch der Blutzucker durchschnittlich in der letzten Zeit war. Wenn nicht: bitte nachholen! Ihr Arzt wird auch ein EKG schreiben. Und je nachdem, wie hoch er Ihr Risiko einschätzt, wird er Sie eventuell zu weiteren Untersuchugnen des Herz-Kreislauf-Systems zu einem Herz-Spzialisten ( Kardiologen) schicken, wo dann vielleicht ein Fahrrad-EKG  ("Belastungs-EkG"), ein Herz-Ultraschall oder eine Blutdruck-Messung an Armen und Beinen gemacht wird.

shop mappenAuf jeden Fall sollten Sie so bald wie möglich beim Augenarzt eine Diabetiker-Vorsorge-Untersuchung (Funduskopie) machen lassen. Erhöhter Blutzucker kann die kleinen Blutgefäße in der Netzhaut schädigen, ohne dass Sie etwas davon merken! Im schlimmsten Fall kann ein kleines Blutgefäß platzen, dann blutet es in die Netzhaut hinein und dort gehen Sehzellen zugrunde. Im allerschlimmsten Fall kann man davon blind werden – heute ist das zum Glück viel seltener geworden. Weil Diabetiker sich besser um ihren Zucker kümmern: weil sie sich informieren (so wie Sie hier!), weil sie die kleinen Blutzuckermssgeräte haben und weil sie ihre Therapie selbst steuern können.

Leider kann es - sehr selten - auch bei guter Zucker-Einstellung passieren, dass ein kleines Blutgefäß in der Netzhaut Schaden nimmt. Und leider: Sie können davon vorher nichts merken! Ganz egal, was da an der Netzhaut schon los ist, ganz egal welche Probleme sich da aufbauen – Sie merken nichts davon! Denn Sie sehen wie immer. Schäden an den Blutgefäßen merken Sie NICHT beim Sehen. Keine Unschärfe, kein verschwommenes Sehen... Aber wenn einmal ein Blutgefäß platzt, das merken Sie: da sehen Sie ganz plötzlich rote Schleier, und dann laufen Sie sicher zum Augenarzt – aber dann ist es schon passiert.

blumenstock schmetterlingDeshalb müssen Sie da einen Augenarzt reinschauen lasen. Bitte vereinbaren Sie einen Termin! Der Augenarzt wird Ihnen Augentropfen geben, die die Pupille weit machen. Damit er gut die Netzhaut hinten im Auge sehen kann. Sie müssen dann ca. 30 Minuten warten, bis die Tropfen wirken, dann schaut sich der Augenarzt den "Augenhintergrund", also die Netzhaut, ganz genau an. Wenn da Veränderungen an den Blutgefäßen zu sehen wären, dann kann man mit Lasertherapie verhindern, dass Blutgefäße platzen und ernsthafter Schaden entsteht.

Sehr wahrscheinlich ergibt die Untersuchung, dass Ihre Netzhaut ganz in Ordnung ist - doch diese jährliche Augen-Untersuchung ist ab jetzt Pflicht.

Es muss auch regelmäßig untersucht werden, ob die Durchblutung und die Empfindungsfähigkeit der Nerven in Ihren Beinen und Füßen in Ordnung ist. Mindestens einmal pro Jahr.

Das war es dann aber schon - und auch für die Zukunft gilt:

  • einmal im Jahr zum Augenarzt,
  • einmal im Jahr Kontrolle der Füße,
  • Blutabnahme ca. alle drei Monate
  • und Besprechen der Behandlung mit dem Arzt.

Nun kann's los gehen! In Schritt 6 beginnt - endlich -  die Behandlung!

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