Diabetes? Frag die Zuckertante!

Diabetes? Frag die Zuckertante!

Schritt 3 - Zucker messen

Ein Blutzuckermessgerät....
...braucht jeder Diabetiker!

dots test grEs ist interessant, selbst sehen zu können, ob vorgeschlagene Therapien wirken, wie sich das Lieblingsessen auswirkt, wie das Glas Wein und wie der Sport!

Blutzucker-Selbstkontrolle

gibt Ihnen jederzeit einen guten Überblick über Ihre Diabeteseinstellung. Sie können auftauchende Probleme schnell entdecken, anhand der Werte mit dem Arzt besprechen, mit ihm ganz genau Therapieänderungen festlegen und Ziele für die nächste Zeit vereinbaren.

Wie kommen Sie zu Ihrem Blutzuckermessgerät?

Die Krankenkassen bezahlen Blutzuckermessgeräte in der Regel nur teilweise, und nur den Patienten, die bereits Insulin spritzen. Wenn bei Ihnen der Diabetes erst vor kurzem entdeckt wurde, wird das meist nicht der Fall sein.

Dann können Sie sich ein Blutzuckermessgerät selbst kaufen, die Geräte sind erhältlich in Apotheken (meist teuer!), bei Geschäften für Sanitätsbedarf, oder bei uns im Shop der Zuckertante: http://www.diabetesshop.at/de/Blutzucker/Messgeraete/.

Am besten ist es aber, Sie fragen einfach bei ihrem Diabetesarzt nach, auch in der Ordination der Zuckertante bemühen wir uns sehr, unsere Patienten mit guten Messgeräten zu versorgen.

Wir arbeiten vorzugsweise mit modernen, schnellen Messgeräten, die möglichst kleine Bluttropfen brauchen. Für diese Geräte sind auch die passenden Streifen und Nadeln in der Ordination meist vorrätig, und Sie können alles was Sie für die ersten Tage brauchen gleich mit nach Hause nehmen. Für "Diabetes-Anfänger" haben wir extra Sets von Zucker-Testgeräten, Teststreifen,Stechhilfe  und Lanzetten zusammengestellt,  in denen Ihnen das Testen genau erklärt wird, wo Sie Informationen dazu finden, was Ihre gemessenen Werte aussagen und wann es sich überhaupt zu messen lohnt. Dazu Checklisten und ein Bücherl für Ihre ersten "Zucker-Notizen".

Welches Testgerät?

messgeraete Welches Messgerät Sie verwenden, hängt am meisten davon ab, welches Ihnen gefällt und mit welchem Sie gut zurechtkommen. Es ist schwer, hier ein Gerät zu empfehlen: Für manche ist es wichtig, dass das Gerät eine besonders große, gut lesbare Anzeige hat, für manche soll es so klein wie möglich sein, andere schätzen die Möglichkeit der Datenübernahme per Datenkabel in den PC, viele schauen vor allem auf die Mess-Zeit (bei den heutigen Geräten dauert eine Blutzuckerbestimmung fünf bis zehn Sekunden),...

Damit Sie das für Sie richtige Gerät bekommen, können Sie in unserer Ordination mehrere Geräte ansehen. Sie sollten, wenn möglich, ein Gespräch über die Bedienung des Geräts mit Ihrem Diabetesbetreuer führen. Dabei können Sie das Blutzuckermessen gleich üben und Tipps zum möglichst schmerzarmen Stechen ausprobieren. Denn um den Blutzucker zu bestimmen, braucht man eben leider ein Tröpfchen Blut - heute schon viel weniger als früher, das Tröpferl muss nur mehr ungefähr so groß sein wie der Kopf einer Stahlstecknadel, aber durch die Haut stechen muss man noch immer. Das spürt man, es ist aber wirklich nicht so schlimm, wie es sich jetzt vielleicht anhört und es gibt schon Stechhilfen, die das  viel leichter machen.

Teststreifen auf Konsten der Krankenkasse?

Wichtig ist, dass die Kosten für die Messstreifen von Ihrer Krankenkasse übernommen werden - erkundigen Sie sich vorher oder besprechen Sie das mit Ihrem betreuendem Diabetesteam! Denn hundert Messstreifen kosten meist ungefähr soviel wie das Gerät, und das wird schnell sehr teuer.  Wie viele Teststreifen Sie von der Krankenkasse bekommen, hängt von der Art Ihrer Diabetes-Behandlung ab.  Bei den österreichischen Krankenkassen sind es derzeit 50 Teststreifen bei der Erst-Diagnose, weiter 50 immer für 6 Monate für alle die Diabetiker, die sich nur mti Diät und Bewegung behandeln; bei Therapie mit Tabletten 50 Teststreifen  für 3 Monate bis hin zu 650 für 3 Monate bei intesivierter Insulintherapie ( "zu jedem Essen spritzen").

Wie oft Sie Ihren Blutzucker messen sollten?

buecher zuckerbuechleinDas besprechen Sie am besten mit Ihrem Diabetesteam, im Allgemeinen kann man sagen: während des Beginns der Behandlung, bei Problemen und falls Sie krank werden häufiger. Für die "ruhigen Zeiten dazwischen", wenn die "Einstellung passt" und Ihr Leben seinen gewohnten Gang geht, hat sich bei mir bewährt, Sie zu bitten zumindest einmal pro Woche, besser zweimal, zu kontrollieren - aber bitte nicht nur den Nüchtern-Blutzucker, sondern auch Werte vor dem Mittag- und Abendessen und vor dem Schlafengehen, oder auch nach den Mahlzeiten - je nach Absprache mit Ihrem Arzt.

Und jetzt gehen wir essen:  im Schritt 4.