Diabetes? Frag die Zuckertante!

Diabetes? Frag die Zuckertante!

Von wem hab ich denn das?

Und was ist mit unseren Kindern?

"Wenn Sie die Diagnose Diabetes bekommen haben, machen Sie sich vielleicht Sorgen um Ihre Familie. Sie möchten wissen, wie das mit der Vererbung ist... "

Typ 2-Diabetes ist viel stärker vererblich als der Typ 1.

Bei eineiigen Zwillingen sieht man:  wenn einer an Typ 2-Diabetes erkrankt, bekommt in über 90% der Fälle auch der zweite Zwilling einen Typ 2-Diabetes. Wenn aber ein Zwilling an Typ 1-Diabetes erkrankt, bekommt nur in ca. einem Drittel der Fälle auch das Geschwister einen Typ 1-Diabetes.

Verwandte von Typ 2-Diabetikern

Bei Verwandten ersten Grades (Geschwister, Kinder) muss man bei einem Drittel der Personen damit rechnen, dass sie auch Typ 2-Diabetes bekommen, bei Töchtern von Typ 2-diabetischen Müttern ist es sogar jede zweite. Wenn Kinder die Anlage für Diabetes Typ 2 von beiden Eltern mitbekommen haben, steigt das Risiko bis auf 60%.

vogel9Allerdings geht man heute schon von einem Diabetes-Risiko von bis zu 20% in der Bevölkerung generell aus. Bei genauerem Nachforschen findet daher fast jeder einen Diabetiker, eine Diabetikerin unter seinen Vorfahren! Dabei muss man auch noch berücksichtigen, dass vor einigen Jahrzehnten Diabetes oft gar nicht erkannt wurde und dass viele Menschen kein sehr hohes Alter erreichten, ihren Diabetes also gar nicht mehr erleben konnten.

Auf jeden Fall ist es eine gute Idee, beim Auftreten von Typ 2 -Diabetes auch erwachsene Verwandte ersten Grades aufzufordern, sich vorsorglich untersuchen zu lassen.

Das gilt ganz besonders für junge Frauen, die später einmal Kinder haben möchten:

Jede Schwangere soll einen "Zuckerbelastungstest" in der 28. Schwangerschafts-Woche machen lassen. Wenn es Diabetes in der Familie gibt, bei Geschwistern oder Eltern: unbedingt den Test früher, in der 16. - 20. Schwangerschaftswoche machen lassen!

 

 

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